Mitteldeutsche Zeitung: Geheimdienste
BND spionierte afghanische Regierung aus
(ots) - Der Bundesnachrichtendienst (BND) spioniert auf
Weisung des Bundeskanzleramtes die gesamte afghanische Regierung aus.
Das berichtet die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung"
(Online-Ausgabe) unter Berufung auf den BND-Präsidenten Gerhard
Schindler. Schindler trat demnach am Mittwoch in geheimer Sitzung des
Bundestags-Innenausschusses auf und sagte dort nach Angaben von
Teilnehmern mit Blick auf die jüngsten Geheimdienstskandale, der
Auslandsnachrichtendienst sammele anders als Amerikaner und Briten
keine massenhaften Informationen und lasse verbündete Staaten wie die
USA oder Großbritannien prinzipiell außen vor. Anders halte man es
aber mit Staaten wie Afghanistan oder Syrien. So observiere man die
komplette afghanische Regierung auf Geheiß des Bundeskanzleramtes mit
nachrichtendienstlichen Mitteln. Ein maßgeblicher Grund dafür sei die
weit verbreitete Korruption in Kabul. Um an Informationen zu kommen,
so Teilnehmer weiter, greife der BND auch selbst zum Instrument der
Bestechung. 2008 war bekannt geworden, dass der BND sechs Monate lang
den E-Mail-Verkehr zwischen dem afghanischen Wirtschaftsminister Amin
Farhang und der "Spiegel"-Journalistin Susanne Koelbl überwachte. Das
Bundeskanzleramt ist für die Koordinierung der Geheimdienste
zuständig.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
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Datum: 29.06.2013 - 02:00 Uhr
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