(ots) - Im Streit um die Obergrenzen von Daten bei
DSL-Verträgen rudert die Telekom weiter zurück. "Wenn die neuen
Regeln ab 2016 in Kraft treten, schauen wir uns genau an, welche
Kunden was wollen und nutzen", sagte der künftige Vorstandschef des
Unternehmens, Timotheus Höttges, der in Düsseldorf erscheinenden
"Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). "Wenn der Durchschnittsnutzer
dann wegen des Videobooms viel mehr Datenvolumen benötigt als
aktuell, wird das Inklusiv-Volumen eben erhöht." Außerdem sei wegen
der Volumengrenzen mit einer Wechselwelle der Kunden hin zu
schnelleren Anschlüssen zu rechnen: "Künftig werden deutlich mehr
Kunden schnellere Anschlüsse mit 50 oder 100 Megabit/Sekunde buchen -
und die erhalten ja dann sowieso höhere Datenvolumen inklusive",
sagte Höttges.
Zur künftigen Zusammenarbeit mit Internet-Anbietern sagten Höttges
und der derzeitige Vorstandschef René Obermann, dass die Telekom
insbesondere "Kooperationen gerade mit kleinen und innovativen
Unternehmen" anstrebe: "Startups und ihre Ideen machen unser Angebot
attraktiv", so Obermann. Großkundenrabatte für Internetgiganten wie
Google/Youtube werde es hingegen "ganz sicher nicht" geben.
Die deutsche Politik griffen Obermann und Höttges wegen deren
Kritik an der Internetstrategie der Telekom scharf an. Viele
Politiker würden "lieber Google und Co. statt die heimischen
Netzbetreiber" fördern, sagte Obermann. Es sei "widersprüchlich
populistisch", von der Telekom neue Investitionen zu fordern, ihr
aber dafür nötige höhere Einnahmen zu verweigern. Das sei "Wahlkampf
auf dem Rücken" des Unternehmens, so Höttges.
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