WAZ: Netzneutralität ist in Gefahr
- Kommentar von Sven Frohwein
(ots) - Die Telekom knickt ein, wenn auch nur ein bisschen.
Einen Grund zu feiern gibt es für die Organisatoren des Protests
gegen "Drosselkom" aber nicht. Das viel schwerer wiegende Problem des
Zwei-Klassen-Internets ist nämlich noch nicht gelöst. Die eigenen
Dienste und die von Firmen, die dafür zahlen, werden von der Telekom
künftig bevorzugt - es sei denn, Politik und Wettbewerbshüter
schreiten ein. Anzeichen dafür hat es ja bereits gegeben. Als das
Unternehmen seine DSL-Bremse öffentlich machte, meldete sich ein
besorgter Wirtschaftsminister zu Wort. Er fürchte um die
Netzneutralität, gab FDP-Mann Philipp Rösler damals zu Protokoll.
Passiert ist seitdem nichts. Dafür sei es auch noch zu früh, hieß es.
Immerhin sollen die Telekom-Pläne erst ab 2016 greifen. Wenn
Politiker und Aufsichtsbehörden allerdings erst dann handeln, ist es
um ein hohes Gut des Internets wohl schon geschehen. Besser ist es,
den Unternehmen schon jetzt Grenzen aufzuzeigen. In drei Jahren ist
es dafür definitiv zu spät.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.06.2013 - 19:26 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 889661
Anzahl Zeichen: 1284
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Netzneutralität ist in Gefahr
- Kommentar von Sven Frohwein"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...