WAZ: Ein Abschied ohne Wehmut
- Kommentar von Sven Frohwein
(ots) - Es war René Obermanns letzte Hauptversammlung als
Chef der Deutschen Telekom. Im nächsten Jahr, kündigte der 50-Jährige
an, werde er nur noch als normaler Aktionär an der Veranstaltung
teilnehmen. Obermann hängt einen Spitzenjob in der deutschen
Wirtschaft an den Nagel. Er tauscht Groß gegen Klein - ohne Not, aber
auch ohne Wehmut. Nie hatte Obermann Zweifel daran gelassen,
irgendwann seinen Abschied nehmen zu wollen. Man kann ihm nicht
vorwerfen, er habe am Chefsessel geklebt. Obermann verlässt das
Bonner Unternehmen in schwieriger Zeit. Er hat den Laden zwar weiter
entrümpelt, den Umbau vom ehemaligen Staats- zum Technologiekonzern
vorangetrieben. Sogar für den teuren Ausflug ins US-Geschäft hat der
Manager eine Lösung gefunden. Der Telekom-Aktie hat das aber nicht
geholfen. In seiner Amtszeit verlor das Papier weiter an Wert. Der
Umbau eines so riesigen Unternehmens ist eben keine Aufgabe, die sich
in fünf bis zehn Jahren stemmen lässt. Es ist eine
Generationenaufgabe. Daran wird sich auch Obermanns Nachfolger messen
lassen müssen.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.05.2013 - 19:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 873520
Anzahl Zeichen: 1336
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Ein Abschied ohne Wehmut
- Kommentar von Sven Frohwein"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...