WAZ: Verbraucherschutz durch Wettbewerb. Kommentar von Ulf Meinke
(ots) - Erst Schienen und Aufzüge, jetzt auch die Kartoffel.
Es scheint, als gebe es kaum einen Wirtschaftszweig, der immun ist
gegen Preisabsprachen auf Kosten von Kunden oder Verbrauchern. Die
Liste der Branchen, in denen das Kartellamt fündig geworden ist, wird
länger. Pflastersteine, Feuerwehrfahrzeuge, Schokolade - so bunt wie
das Leben sind auch Produkte, in denen es Kartellfälle gibt. Die
Branchen mögen sich unterscheiden, doch die Methode bleibt gleich.
Unternehmen stimmen sich heimlich ab, drücken höhere Preise durch,
der Wettbewerb wird unterwandert. Damit wird auch einem Grundprinzip
der Marktwirtschaft Schaden zugefügt. Konkurrenz belebt das Geschäft,
ohne Konkurrenz stirbt die Fairness. Das Bundeskartellamt und sein
Präsident Andreas Mundt sind auf dem besten Weg, sich als
Deutschlands oberste Verbraucherschützer zu profilieren. Hohe Strafen
für Kartellsünder versprechen zumindest eine gewisse abschreckende
Wirkung. Das mag ein schwacher Trost für Verbraucher sein, die
womöglich seit Jahren zu viel Geld für ihre Kartoffeln gezahlt haben.
Doch lässt sich so wohl doch in Zukunft der eine oder andere Fall
verhindern.
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Datum: 12.05.2013 - 19:27 Uhr
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