WAZ: Misstrauen lastet auf Hochtief
- Kommentar von Ulf Meinke
(ots) - Es war eine Zerlegung der besonderen Art. Als die
Tempel von Abu Simbel drohten, in den Fluten des Nils zu versinken,
rückten Fachleute von Hochtief an, um die Felsblöcke zu zersägen und
in Sicherheit zu bringen. Seitdem steht die Aktion, die sich 1963 in
Ägypten ereignete, in den Büchern des Essener Baukonzerns. Hochtief
will Geschichte schreiben. So jedenfalls lautete die Botschaft eines
Films, den die Konzernregie zu Beginn der Hauptversammlung
einspielte. Doch Mitarbeiter und Aktionäre sind wohl weniger an der
Zerlegung von Abu Simbel als vielmehr daran interessiert, ob Hochtief
gerade selbst auseinandergenommen wird. Dass viele Vorstände fast
fluchtartig das Unternehmen verlassen haben, schürt Misstrauen.
Konzernchef Marcelino Fernández Verdes kontert mit frohen Botschaften
für Aktionäre: Verkaufserlöse, Kostensenkungen, Wachstum, ein Euro
als Dividende. Doch im Zuge der feindlichen Übernahme wurde Vertrauen
zerstört, das sich nur mühsam wieder aufbauen lässt. So bleibt offen,
ob die Geschichte, die Hochtief schreiben wird, ein gutes Ende hat.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.05.2013 - 19:11 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 867790
Anzahl Zeichen: 1343
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Misstrauen lastet auf Hochtief
- Kommentar von Ulf Meinke"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...