WAZ: Ihr langes Warten auf Gerechtigkeit
- Kommentar von Hayke Lanwert
(ots) - Zwölf Jahre sind vergangen, seit Enver Simsek, der
Blumenhändler aus Nürnberg erschossen wurde. Sieben Jahre, seitdem
die tödlichen Kugeln den Dortmunder Kioskbesitzer Mehmet Kubasik
trafen. Das Leben ihrer Familien, ihrer Frauen und Kinder, hat sich
durch diese Attentate einschneidend verändert. Durch die Attentate
selbst, aber auch durch das, was folgte. Jahrelange Unsicherheit
darüber, wer warum ihre Lieben tötete. Dazu Ermittlungen, die die
Ermordeten selbst in kriminelle Zusammenhänge brachten. Ein Verdacht,
der jahrelang an ihnen klebte, sie diskreditierte. Am Montag sitzen
die Angehörigen erstmals dem mutmaßlichen NSU-Mitglied Beate Zschäpe
gegenüber, registrieren jede Regung. Sie als Nebenkläger in diesem
Prozess erwarten keine schnelle Aufklärung, sie erwarten vor allem
eine gründliche. Und sie haben auch ein Recht zu erfahren, ob der
Staat, in dem sie leben, alles getan hat, die Täter zu überführen.
Oder ob er gegen rechts nicht so akribisch ermittelt wie er das vor
Jahrzehnten, in RAF-Zeiten, gegen links für richtig hielt. "Hält man
sich beim rechten Terror zurück, weil er eine schwache
Bevölkerungsgruppe trifft, die Migranten?", fragen die Anwälte der
Kinder von Enver Simsek. Die Antwort sollte uns alle interessieren.
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Datum: 06.05.2013 - 18:24 Uhr
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