WAZ: Ein ganz normaler Tag der Arbeit. Kommentar von Gerd Heidecke
(ots) - Es gibt einen einfachen Zusammenhang zwischen dem
Massengrab der Textilarbeiter in der zusammengestürzten "Fabrik" in
Bangladesh und den indiskutablen Hungerlöhnen auf den
Blumen-Plantagen am anderen Ende der unterentwickelten Welt in El
Salvador. Die Klammer ist eine geduldete und geförderte hemmungslose
Ausbeutung der Ärmsten der Armen, zugunsten einer möglichst billigen
Produktion von Konsumgütern für den Speckgürtel der Erde einerseits
und einem enthemmten globalisierten Profitstreben andererseits. An
den unter unmenschlichen Bedingungen hergestellten Pflanzen, T-Shirts
oder auch Smartphones klebt eine unsichtbare Mischung aus Schweiß,
Tränen - und Blut. Der Tag der Arbeit ist in vielen Teilen der Welt
ein ganz normaler Tag der Kinder- und der Zwangsarbeit. Viele
Konsumenten würden ihre Marktmacht gerne dafür einsetzen, die
Unternehmen zu einem Mindestmaß an sozialem und christlichem
Verhalten gegenüber allen ihren Arbeitnehmern zu zwingen. Am Anfang
müsste eine verpflichtende Aufklärung über Produktionsbedingungen
stehen, und zwar über die gesamte Lieferkette zurück bis nach
Bangladesh und El Salvador.
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Datum: 28.04.2013 - 19:13 Uhr
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