WAZ: Die Suche nach der zweiten Chance. Kommentar von Gerd Heidecke
(ots) - Noch werden in Bochum Autos gebaut, als wäre nichts
passiert. Doch der Anfang vom Ende hat bereits begonnen. In Kürze
startet die Abwicklung des Getriebewerks, dann folgt erst die
Auflösung der dritten Schicht und am Ende stehen betriebsbedingte
Kündigungen für alle. Auch die scheinbar sicheren Beschäftigten im
Logistikzentrum kann der Jobverlust noch treffen. Hat der
kämpferische Betriebsratsvorsitzende Einenkel die Belegschaft
schlecht beraten, den Tarifvertragsentwurf abzulehnen, der im besten
Fall über 2000 Stellen erhalten könnte? Es scheint, nach zehn Jahren
eines bis dahin erfolgreichen Abwehrkampfes gegen die Schließung
"seines" Werks hat Einenkel diesmal zu hoch gepokert, in dem er neue
Verhandlungen erzwingen wollte. Eigentlich ist es undenkbar, dass die
IG Metall NRW ihre Mitglieder im Bochumer Werk erneut über den
Vertrag abstimmen lässt. Der Wunsch dazu müsste von den Opelanern
selbst ausgehen. Denn noch werden in Bochum Autos gebaut, als wäre
nichts passiert.
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Datum: 10.04.2013 - 19:16 Uhr
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