WAZ: Sinneswandel um die Warenhäuser
- Kommentar von Frank Meßing
(ots) - Seit Jahren läutet dem traditionellen deutschen
Warenhaus das Totenglöckchen. Metro wollte den Kaufhof verkaufen,
Karstadt ging pleite. Doch von der Krise ist plötzlich keine Rede
mehr. "Der Kaufhof ist super", freut sich der sonst so nüchterne
Metro-Chef Olaf Koch. Und Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen wird
nicht müde zu betonen, dass er die Essener Kette als
Langfrist-Investment betrachtet und macht Managementfehler für die
Insolvenz 2009 verantwortlich. "Karstadt ist ein deutscher Schatz",
sagt der Milliardär, der aktuelle Umsatzeinbruch sei der laufenden
Umstrukturierung geschuldet. Der Sinneswandel hat seine Berechtigung:
Kaufhof und Karstadt haben in den letzten Jahren kräftig an ihrem
Image gearbeitet. Sie haben sich von Scheibenwischern und
Campingbedarf getrennt und überlassen inzwischen auch weitgehend die
Unterhaltungselektronik den Anbietern, die mehr davon verstehen. Mit
einem neuen Profil aus Mode, Wohn- und Haushaltsbedarf machen die
Warenhäuser all jenen Kunden ein Angebot, denen das Internet zu
unübersichtlich und zu unpersönlich ist und die lange Wege in
unterschiedliche Läden scheuen.
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Datum: 24.03.2013 - 18:38 Uhr
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