WAZ: Die schwerste Entscheidung. Kommentar von Stefan Schulte
(ots) - Wenn Sie nicht zufällig bei Opel in Bochum arbeiten,
stellen Sie sich das mal kurz vor: Man legt Ihnen heute einen
Abstimmungszettel vor. Sie können "Ja" dazu sagen, dass Ihr
Arbeitsplatz womöglich schon bald, vielleicht auch später oder im
besten Fall gar nicht wegfällt. Oder sie können "Nein" sagen und
damit Ihren Protest ausdrücken, verlieren dann aber mit ziemlicher
Sicherheit ihren Arbeitsplatz Ende nächsten Jahres. Die meisten
würden dies zynisch nennen. Doch es ist die sauberste Lösung. Weder
IG Metall noch Betriebsrat sind zufrieden mit dem
Verhandlungsergebnis, also lassen sie die Betroffenen abstimmen. Dass
der Betriebsrat die Nachteile und die IG Metall die Vorteile betont,
ist aus der jeweiligen Sicht verständlich. Ein Betriebsrat kann nicht
für das Ende der Autoproduktion sein. Die IG Metall muss ihren hart
errungenen Kompromiss vertreten. Am Ende haben beide ihren Anteil
daran, dass Opel überhaupt in Bochum bleiben will, wenn auch nur noch
als Teileproduzent und Lagerist. Entscheiden muss jeder Einzelne ganz
für sich. Aber besser nicht aus einem Bauch voller Wut heraus,
sondern nach reiflicher Überlegung.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.03.2013 - 19:39 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 838814
Anzahl Zeichen: 1432
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Die schwerste Entscheidung. Kommentar von Stefan Schulte"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...