WAZ: Die Gier nach Wählerstimmen
- Kommentar von Miguel Sanches
(ots) - Würde die Koalition die Boni der Manager auch
begrenzen, wenn die Schweiz es nicht vormachen und die Wahl nicht
näher rücken würde? Zwei Fragen, aber nur eine Antwort: Nein. Die
Absichtserklärung ist ein Beispiel für Populismus. Sie ist gleichwohl
opportun, einmal in der Sache, weil Jahresbezüge von 14 Millionen
Euro sozial obszön sind; sodann taktisch, weil sich die Regierung
weder von der EU-Kommission überholen lassen noch im Wahlkampf für
exorbitante Boni geradestehen will. Weder sind Stimmungen per se
falsch, noch ist es verwerflich, auf das Volk zu hören, im Wahlkampf
nicht, auch sonst nicht. Der springende Punkt ist: Haben wir es mit
Aktionismus zu tun? Die Antwort hängt davon ab, ob die Korrektur im
Aktienrecht mehr als weiße Salbe ist und ob sie vor der nächsten Wahl
in Kraft treten kann. Die Gehälter werden schon heute offen gelegt.
Nur ist das Votum der Hauptversammlung nicht verbindlich. Da man eine
Neiddebatte so oder so in Kauf nehmen muss, kann es nicht schaden,
das letzte Wort per Gesetz verbindlich den Aktionären zu geben.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.03.2013 - 19:14 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 832977
Anzahl Zeichen: 1335
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Die Gier nach Wählerstimmen
- Kommentar von Miguel Sanches"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...