Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Pferdefleisch-Skandal
(ots) - Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will
sich auf EU-Ebene für Herkunftskennzeichnungen bei verarbeiteten
Fleischprodukten stark machen. Das ist generell löblich, bringt aber
in Fällen wie dem aktuellen nichts. Was hätte es Verbrauchern
genutzt, wenn auf Lasagne das Herkunftsland des Fleisches gestanden
hätte? Konsequent wäre es, sich für eine Fleischart-Nennung
einzusetzen, die bei Verstößen harte Strafen nach sich zieht. Das
wird zumindest geprüft. Nur wenn Firmen, gemessen an ihren Einnahmen,
sanktioniert werden, entwickeln sie automatisch ein Interesse an
sauberen Lebensmitteln und deren Kennzeichnung. Die größte
Schwachstelle ist der Mangel an Kontrollverpflichtungen der
Unternehmen. Keine strengen Regeln, keine strafrechtlich strenge
Bestrafung. Hier ist Aigners Plan schwammig. »Kontrolle der
Eigenkontrolle« ist viel zu unkonkret. Wir werden uns daran gewöhnen
müssen, dass das Kleingedruckte auf Fertigprodukten noch umfänglicher
wird - auch wenn es am Ende an einen Beipackzettel erinnert. Doch
hier wiegt Transparenz schwerer als der Ärger über die Bürokratie.
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Andreas Kolesch
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Datum: 18.02.2013 - 19:45 Uhr
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