PresseKat - NRZ: Thyssen-Krupp: Reue und der Blick nach vorn - ein Kommentar von MANFRED LACHNIET

NRZ: Thyssen-Krupp: Reue und der Blick nach vorn - ein Kommentar von MANFRED LACHNIET

ID: 798921

(ots) - Warum bleibt Gerhard Cromme Aufsichtsrats-Chef von
Thyssen-Krupp? Dies fragten sich gestern viele nach der turbulenten
Hauptversammlung des Konzerns, der in einer der schlimmsten Krisen
seiner Geschichte steckt. Kritiker gaben Cromme immer wieder eine
Mitverantwortung an der miserablen Lage des Unternehmens. Immerhin
hat die frühere Thyssen-Krupp-Führung mit dem Bau der Stahlwerke in
Brasilien und den USA Milliarden Euro in den Schlamm gesetzt.
Außerdem gibt es die kriminelle Verstrickung in ein Schienen-Kartell,
die Luxus-Reisen und vieles mehr. Und davon soll Cromme stets nichts
gewusst haben? Immerhin gab sich Cromme gestern reumütig. Er gestand
Fehler und Versäumnisse ein, versprach Besserung. Und er strich
seinem Aufsichtsrat die Hälfte der Bezüge. Das kann man als Taktik
werten; ein Zeichen für Schuldgefühle ist es allemal. So etwas kennt
man nicht von jedem Manager. Dass Cromme die Versammlung nun zwar
beschädigt, aber weiter als Oberaufseher verließ, hat er neben
Firmenpatriarch Berthold Beitz den Arbeitnehmern im Aufsichtsrat zu
verdanken. Die Gewerkschafter sehen Cromme als Garanten der
Mitbestimmung. Dies war der 69-Jährige nicht immer, aber er hat sich
als einsichtig und lernfähig erwiesen. Clever, könnte man auch sagen.
Es war reinigend und wichtig, die zurückliegenden üblen Fehler des
Managements klar zu benennen. Aber auch die Arbeitnehmer-Vertreter
müssen sich selbstkritisch fragen, warum sie nicht genauer
hingeschaut und nachgehakt haben. Erster Klasse wird nun wohl kein
Gewerkschafter mehr mit Thyssen-Krupp fliegen. Wer mitbestimmt, hat
kritisch zu sein. Der Konzern muss jetzt unter dem neuen Chef
Heinrich Hiesinger nach vorn schauen. Thyssen-Krupp war stets führend
in Technologie und Ingenieurskunst. Damit kann man in den
expandierenden Märkten in Asien und Südamerika gutes Geld verdienen.




Die Stahlsparte wird dabei bleiben, wenn sie auf Qualität setzt. Mit
Tugenden wie Fleiß, Können und Ehrlichkeit kann die Zukunft gelingen.
Für diese schlichte Erkenntnis musste der Konzern sehr teuer
bezahlen.



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Redaktion

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Datum: 18.01.2013 - 16:10 Uhr
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