PresseKat - "Arbeit Heimat Opel" am 13.12.12 um 23.15 Uhr im WDR Fernsehen

"Arbeit Heimat Opel" am 13.12.12 um 23.15 Uhr im WDR Fernsehen

ID: 780435

(ots) - Ein Dokumentarfilm von Ulrike Franke und Michael
Loeken

Drei Jahre haben Ulrike Franke und Michael Loeken an ihrem
Dokumentarfilm über Auszubildende im Bochumer Opel-Werk gearbeitet
und sie während der Lehrzeit mit der Kamera begleitet - eine
schwierige Phase, denn sie war überschattet von Ungewissheit und
Gerüchten zur Zukunft des Werkes. Heute (am 10.12.) - kurz vor den
Abschlussprüfungen der Azubis - wurde offiziell bekannt gegeben, was
viele schon lange befürchtet hatten: Das Aus für den Standort Bochum
ab 2016.

Der WDR-Dokumentarfilm ARBEIT HEIMAT OPEL ist am Donnerstag,
13.12.2012, von 23:15 bis 00:45 Uhr im WDR Fernsehen zu sehen;
erstmals wurde er beim Dokumentarfilm-Festival im November in Leipzig
gezeigt.

Der Film ist für angemeldete Journalisten vorab im Vorführraum der
WDR Presselounge (www.presse.wdr.de) abrufbar.

Zum Inhalt des Films:

ARBEIT HEIMAT OPEL portraitiert sechs Jugendliche zwischen 16 und
19 Jahren, die 2009 ihre Ausbildung zum Industriemechaniker im
Bochumer Opel-Werk beginnen. Während sie mit einem neuen
Lebensabschnitt, dem Start ins Berufsleben und dem nahenden Ende der
Geborgenheit des Elternhauses umgehen müssen, gerät Opel immer tiefer
in den Strudel der internationalen Finanzkrise und damit unter
wirtschaftlichen Druck.

Jerome, André, Sinan, Tim, Marius und Marcel sind in der Gruppe
des Industriemechanikermeisters Achim Kranz, der als Ausbilder für
manche auch zur Vaterfigur wird. Die Jungs beginnen ihre 'Lehrzeit'
sichtlich stolz, denn es gab eine Großzahl von Bewerbern. Die
Aussicht auf mehr Eigenständigkeit, die sich in einer allmählich
materiellen Unabhängigkeit manifestiert, lässt sie motiviert in die
Zukunft schauen. Gleichzeitig sind die Nachrichten zur Lage von Opel
nicht gut und werden immer schlechter: Opel ist seitens des




Mutterkonzerns GM in die finanzielle Schieflage geraten, steht zum
Verkauf, ein Bieterkonsortium gibt Angebote ab. Die deutsche Politik
versucht zu vermitteln.

Die Jugendlichen sind in ihrem anfänglichen Eifer optimistisch
gestimmt. Von den Verhandlungen auf den "höheren Etagen" lassen sie
sich nicht allzu sehr beunruhigen, zumal durch die meist über
Generationen reichende Zugehörigkeit zum Konzern ein Ende der Marke
"Opel" gar nicht vorstellbar erscheint. Aber immer wieder kommen
Hiobsbotschaften aus den USA, das erste Werk in Belgien wird
geschlossen, in Deutschland wird um den Erhalt der einzelnen Werke
unter Inkaufnahme von Arbeitsplatzverlusten gerungen. Wenngleich das
Unternehmen GM Rekordeinnahmen verbucht, bleibt Opel unrentabel und
finanziell angeschlagen.

Die Ausbildung nimmt unterdessen in der Gruppe immer alltäglichere
Züge an. Die Motivation sinkt, erste Zweifel werden zaghaft geäußert;
einerseits ausbildungsbedingt, andererseits mehren sich
Perspektivängste, die von gut oder nicht so gut absolvierten Tests
und dem Druck der anstehenden Prüfungen geprägt sind. Die
Frustrationsschwelle sinkt zudem unter dem Einfluss der
Nach-richtenlage um Opel. Nichtsdestotrotz lässt Kranz nicht davon
ab, seine Gruppe in Gesprächen mit viel Verständnis und
Einfühlungsgabe auf das Leben vorzubereiten. An die Stelle des einst
sicher geglaubten oder zumindest erhofften Jobs bis zur Rente tritt
allmählich ein bisher unbekanntes Wertespektrum, geprägt von
Flexibilität, Weiterbildung und steter Ungewissheit.

Die Filmemacher Michael Loeken und Ulrike Franke begleiten Jerome,
André, Sinan, Tim, Marius und Marcel mit ihren Hoffnungen und Ängsten
durch die Zeit des persönlichen wie wirtschaftlichen Umbruchs, lernen
ihre Lebensträume und Sorgen kennen. Mit dem bewussten Verzicht auf
Musik beschränken sie sich auf das Wesentliche in diesem Mikrokosmos
und zeigen die Jugendlichen am Anfang eines Arbeitslebens, dessen
Zukunft von vornherein ungewiss ist. Dabei kontrastiert ARBEIT HEIMAT
OPEL stringent und stilistisch klar den Alltag der Auszubildenden im
Werk II mit den Geschicken von GM und Opel auf der Weltbühne auf zwei
scheinbar voneinander losgelösten Ebenen. Trotz ihrer räumlichen als
auch medialen Distanz berühren und überschneiden sich die beiden
Ebenen immer wieder und verknüpfen globale Weichenstellungen und
lokale Lebensentwürfe - und umgekehrt.

Redaktion: Jutta Krug



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Datum: 10.12.2012 - 16:31 Uhr
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