(ots) - Altkleider-Container gehören mittlerweile zum
Stadtbild. Aber nicht hinter jedem Container steckt eine karitative
Einrichtung. Vom Roten Kreuz über die Wohlfahrtsverbände, von
dubiosen Spendensammlern über kriminelle Vereine - sie alle sammeln
im Namen einer vermeintlich guten Sache.
Rund 750.000 Tonnen Altkleider spenden die Deutschen jedes Jahr.
Viele Spender sitzen dabei jedoch seit Jahrzehnten einem Irrglauben
auf: Die alte Kleidung wird keineswegs kostenlos an Bedürftige
verteilt. Altkleider sind seit jeher eine Handelsware. Das Geschäft
mit Altkleidern boomt. Die erste Wahl geht häufig nach Osteuropa, die
zweite nach Afrika und die dritte Ware wird zu Putzlappen
verarbeitet. Doch verdient an dem lukrativen Geschäft?
Um den Altkleidermarkt ist ein regelrechter Verteilungskampf
ausgebrochen. Karitative Einrichtungen verkaufen ihre Altkleider an
kommerzielle Verwerte, um ihr sozialen Projekte finanzieren zu
können. Dubiose Vereine mit Herz-Schmerz-Titeln sammeln, um die alten
Klamotten direkt zu vermarkten und in die eigene Tasche zu
wirtschaften. Und jetzt drängen auch noch die Kommunen in den Markt.
Nach Dieter Könnes Recherchen plant z.B. die Stadt Köln, ihr klammes
Stadtsäckel ebenfalls mit Hilfe von mildtätigen Spenden ihrer Bürger
aufzubessern.
Ist das nicht alles ein Betrug an den Spendern, die glauben Gutes
zu tun?
Dieter Könnes verfolgt den Weg unserer gespendeten Altkleider von
Nordrhein-Westfalen über die neuen Bundesländer bis nach Tansania -
in ein Land, in dem eine ganze Industrie von unserer abgelegten
Kleidung lebt. Und findet Erstaunliches heraus.
Redaktion: Irmela Hannover und Jörg Gaensel
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