WAZ: Thyssen-Krupp und das Revier. Kommentar von Ulrich Reitz
(ots) - Thyssen-Krupp ist nicht irgendeine Firma.
Thyssen-Krupp ist mehr als nur eine Teilmenge des Ruhrgebiets. Diese
Firma ist auch das Revier. Gewaltige Kämpfe, Stolz und Demütigung,
Auf und Ab, Sieg und Niederlage, große Geschichte, ungewisse Zukunft.
Klasse und Kampf, Hierarchie und Demokratie, behütete
Arbeiterexistenzen, vernichtete Jobs. Thyssen-Krupp, das ist mehr als
Wohnen und Krankenhaus und Museum; eine Mentalität aus Glanz, Patina,
Aufbruch. Ist die Geschichte der Company eine Erfolgsgeschichte für
das Revier? Das werden sie in Duisburg womöglich anders beantworten
als in Essen. Oder in Dortmund. Das Hoesch-Werk steht noch und
arbeitet auch - in China. In Deutschland sind die Jobs
unwiederbringlich weg. Dafür gibt es einen See. Der ist begehrt, die
Grundstücke drumherum sind schön und teuer. Der Stadtteil Hörde
steckt mitten in einem, neudeutsch: Gentrifizierungsprozess. Früher
viele Arbeiter, viele von ihnen Migranten, heute zunehmend
Akademiker. Was das macht mit der Identität, der Mentalität - lässt
sich noch nicht absehen. Wir hoffen, sie schaffen es. Die Neuen bei
Thyssen-Krupp.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.12.2012 - 19:11 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 778762
Anzahl Zeichen: 1400
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Thyssen-Krupp und das Revier. Kommentar von Ulrich Reitz"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...