WAZ: Gewissen und Kalkül der Union
- Kommentar von Wolfgang Mulke
(ots) - Ein kleines Geschenk wollte die Bundesregierung wohl
den momentan in schwerer See fahrenden Lebensversicherern unter den
Weihnachtsbaum legen. Sie müssen ab dem 21. Dezember nicht mehr die
Hälfte ihrer Bewertungsreserven ausschütten. Doch die Gegenrechnung
hat die Koalition verdrängt. Viele Sparer mit bald auslaufenden
Verträgen erhalten deutlich weniger ausgezahlt als erwartet. Und
aufgrund eines sehr engen Zeitplans wurde den Betroffenen praktisch
auch die Möglichkeit genommen, ihren Vertrag zuvor noch zu kündigen.
Da kann man schon ein gewisses Kalkül unterstellen. Ein schlechtes
Gewissen hat die Union nun wohl doch bekommen, will sie die
Auswirkungen des Gesetzes in letzter Minute noch einmal überprüfen.
Für die Verlierer gibt es also noch einen Funken Hoffnung.
Wahrscheinlicher ist jedoch, dass nichts mehr verändert wird.
Schließlich war es ja das erklärte Ziel, die Versicherungswirtschaft
zu schützen und nicht deren Kunden.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.12.2012 - 18:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 776885
Anzahl Zeichen: 1218
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Gewissen und Kalkül der Union
- Kommentar von Wolfgang Mulke"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...