(ots) - Der Vorsitzende der baden-württembergischen CDU,
Thomas Strobl, rät seiner Partei von einem Lagerwahlkampf zugunsten
der FDP dringend ab. In der SWR-Talkshow "2+Leif" sagte Strobl am
Montagabend: "Ich bin nicht dafür da, der FDP zu helfen. Die FDP
muss schon schauen, dass sie aus eigener Kraft ihr Wahlergebnis
erzielt." Erst nach der Wahl, so Strobl, könne über Koalitionen
entschieden werden. "Das Wahlergebnis ist abzuwarten und dann kann
man sich frühestens am Wahlabend unterhalten mit wem eine
Zusammenarbeit möglich ist, wo es überhaupt rechnerische
Möglichkeiten gibt."
Gleichzeitig bedauerte Strobl in "2+Leif", dass es nach der
Landtagswahl 2006 in Baden-Württemberg nicht zu einer schwarz-grünen
Koalition gekommen sei: "Das wäre ein ganz spannendes und
interessantes Projekt gewesen. Wir hatten damals ganz gute Gespräche
mit den Grünen und es gab schon - das gebe ich ganz offen zu - eine
Sekunde wo ich bereut habe, dass das nicht zustande gekommen ist."
Ebenfalls in "2+Leif" reklamierte der Co-Vorsitzende der Grünen im
europäischen Parlament, Reinhard Bütikofer, dass seine Partei der CDU
wichtige konservative Wählerschichten dauerhaft abgeworben habe: "Das
was am Konservativen heute noch attraktiv ist, ist längst woanders
und nicht mehr bei der CDU. Das haben zum Teil wir in ein neues
Konzept integriert, das eine neue Mitte definiert - nicht die alte
altbackene, sondern eine neue grüne Mitte. Deswegen kommt die CDU
nicht auf einen grünen Zweig."
Nicht zur Veröffentlichung:
Die Nachricht wurde vorab, nach Aufzeichnung der Sendung
verbreitet. "2+Leif" wird am Montagabend um 23 Uhr im SWR-Fernsehen
ausgestrahlt.
Kontakt:
Peter Bergmann
2+Leif SWR Fernsehen www.2plusleif.de