Rheinische Post: Kommentar zum Rating von Frankreich: Europa braucht ein starkes Frankreich
(ots) - Die Regierung von François Hollande machte es
sich einfach: Die jüngste Senkung der Rating-Note sei kein Grund zur
Sorge, man werde weiter gut bewertet. Das verkennt den Ernst der
Lage. Frankreich verkauft zu wenig Waren und macht zu viele Schulden
in der Welt. Frankreich hat zu viele staatsnahe Konzerne und zu wenig
innovative Mittelständler. Die Jugendarbeitslosigkeit hat
südeuropäische Ausmaße erreicht, was ein wirtschaftliches und
gesellschaftliches Problem ist. Dem Land fehlt eine Hartz-Reform, die
seinen Arbeitsmarkt befreit. Dies ist ein Problem für ganz Europa:
Seine zweitgrößte Volkswirtschaft fällt nicht nur als
Konjunktur-Lokomotive aus, sondern wird auch als Euro-Retter
schwächer. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Rating-Noten für
die Rettungsschirme sinken. Allein aber kann Deutschland den Euro
nicht retten, dazu hat es weder die wirtschaftliche noch die
politische Macht. Lange Zeit wurde Frankreich überschätzt, auch von
den Rating-Agenturen. Nun muss François Hollande nicht nur seine
illusorischen Wahlversprechen einsammeln, sondern gänzlich
unsozialistische (Spar-)Rezepte anwenden, um die klein gewordene
Nation wieder groß zu machen.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.11.2012 - 21:52 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 767146
Anzahl Zeichen: 1428
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Rheinische Post: Kommentar zum Rating von Frankreich: Europa braucht ein starkes Frankreich"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
In der Debatte um Integrationsprobleme hat
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt die Zuwanderungspolitik der
Bundesregierung kritisiert. "Ziel einer klugen Migrationspolitik muss
es sein, Zuwanderung in die sozialen Sicherungssysteme zu begrenzen ...
In den Justizvollzugsanstalten Remscheid und
Werl haben sich am Wochenende zwei Häftlinge das Leben genommen. Das
berichtet die "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf
das NRW-Justizministerium. In Werl beging demnach ein ...
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat den
Sozialdemokraten im Zusammenhang mit ihrer heutigen Präsidiumssitzung
in Stuttgart zum Bahnprojekt Stuttgart 21 eine "reine
Show-Veranstaltung" vorgeworfen. "Die Sozialdemokraten müssten ...