remembering tomorrow
Wie uns Erinnerung hilft, Zukunft zu denken
Vorträge, Konferenzen, Symposien, Performances
freihandelszone – Krefelder Straße 71 – 50670 Köln
(firmenpresse) - Von 14. November bis 18. November 2012 heißt es wieder GLOBALIZE:COLOGNE! Diesmal steigt das Festival der Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln - in den Kopf: Es widmet sich unter dem Motto theories – remembering tomorrow der aktuellen Debatte um Zukunftsentwürfe. Neben dem Kernthema für GLOBALIZE – Lokalisierung und Globalisierung – geht es in diesem Jahr besonders um die Bedeutung von Vergangenheit und (Körper-)Gedächtnis für die Zukunft.
Eröffnet wird das Festival am Mittwoch, 14.11. mit dem Thema Geschichtsschreibung im Tanz: subjektiv, intim, fantasiert, fragmentarisch versus nach außen verlagert, und legitimiert mit einer prominent besetzten Gesprächsrunde, u.a. mit Sigrid Gareis, der Direktorin der Akademie der Künste der Welt Köln. Dazu zeigt MOUVOIR eine Research Performance „Deconstructing the best of us“ zum Thema subjektive Erinnerung mit den Tänzern Vivana Escalé und Tommy Noonan. Intensiv-Workshops für professionelle Tänzer mit abschließendem Showing am Donnerstag begleiten die Eröffnung. Ebenfalls am Donnerstag stellen der libanesische Choreograf Omar Rajeh sowie Eko Supriyanto (Indonesien), Melanie Lane (Australien) und Arco Renz (Belgien) unter dem Motto Bodies in Mission in Lecture Performances ihre aktuelle Arbeit vor.
Der Freitag steht unter dem Motto measuring time: Zeitlichkeit von Körper und Seele, Körper und Maschine steht im Zentrum der Werke der eingeladenen Künstler: Tehching Hsieh aus New York, der mit seinen legendären „ONE-YEAR-PERFORMANCES“ für einen besonders radikalen Ansatz zeitgenössischer Kunst steht, und Toktek alias Tom Verbruggen, der in „REMIX YOURSELF“ O-Töne aus Tehching Hsiehs Vortrag und eigene Statements zu einem neuen Sinn- und Klanggebilde zusammenfügen wird.
Der Künstler Victor Morales aus Venezuela, Gast des theater-51grad.com am Samstag, modifiziert Videogames und setzt sie in Live-Performances ein. Sein besonderes Interesse gilt den Fehlern in Programmierungssystemen, den sogenannten Bugs, die für ihn Beweis für ein eigenständiges maschinelles Leben sind. Nach der Performance „The blurry line and other divagations“ werden seine künstlerischen Ansätze in einer Diskussion dem Blick der Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Heike Sperling und der Medienphilosophin Barbara Kuon ausgesetzt.
Mit der 29-jährigen Tunesierin Meriam Bousselmi präsentiert A.TONAL.THEATER in Kooperation mit dem Theater Mülheim a.d.R. zum Abschluss des Festivals am Sonntag eine der kommenden Regisseurinnen und Autorinnen des arabischen Raumes. Für GLOBALIZE:COLOGNE entwickelt Meriam Bousselmi in Zusammenarbeit mit der libanesischen Schauspielerin Christine Choueiri und dem A.TONAL-Musiker Valerij Lisac im Rahmen einer 10-Tages-Residenz eine neue Performance-Sequenz inklusive neuer Texte zu der realen Geschichte der Odette Salem aus Beirut im Libanon. Ihre Kinder Christine und Richard wurden im libanesischen Bürgerkrieg 1985 gekidnappt. Sie hat bis zu ihrem Tod im Jahr 2009 nach ihnen gesucht.
Alle Informationen zum Programm unter http://www.freihandelszone.org/globalizecologne-2012.html.