WAZ: Ein Zinsdeckel ist unverzichtbar. Kommentar von Wolfgang Mulke
(ots) - Freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft
haben schon häufig nicht funktioniert. Daher muss der Gesetzgeber
Unternehmen ein Stoppschild vor die Nase halten, wenn sie sich
partout nicht anständig verhalten wollen. Das gilt auch für die
teilweise unbotmäßig hohen Dispozinsen, die Bankkunden abgeknöpft
werden. Auf den Zinssatz gehört ein Deckel, der sich an den
Leitzinsen des Marktes orientieren muss. Ein Zinsdeckel ist als
Ergänzung zu schärferen Transparenzrichtlinien unverzichtbar. Denn
die Vergleichbarkeit von Kreditkonditionen hilft allein nicht. Viele
Kunden sind auf den Dispo-Spielraum angewiesen und können gar nicht
ohne weiteres zu einem günstigeren Anbieter wechseln, ohne die
Überziehung zunächst auszugleichen. Mehr Durchblick und Vorschriften
zur Veröffentlichung der aktuellen Zinskosten sind ebenso notwendig.
Damit wird der Wettbewerb gestärkt. Die große Spanne bei den
Angeboten zeigt sehr deutlich, dass die Konkurrenz in diesem Segment
noch nicht richtig funktioniert.
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Datum: 16.10.2012 - 19:16 Uhr
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