(ots) - Der frühere Generalsekretär der CDU, Heiner
Geißler, hat den designierten SPD-Kanzlerkandiaten Peer Steinbrück
vor Kritik von Union und FDP in Schutz genommen. CDU/CSU und FDP
werfen Steinbrück vor, hohe Nebeneinkünfte aus Vorträgen unter
anderem bei Banken erhalten zu haben. In der SWR-Talkshow "2+Leif"
sagte Geißler am Montagabend: "Ich muss Peer Steinbrück doch leicht
in Schutz nehmen. Denn wenn er einen Vortrag hält, dann erbringt er
eine Leistung und dafür wird er bezahlt. Es wäre etwas anderes, wenn
er das Geld geschenkt bekäme und er in seiner Existenz davon abhängig
wäre."
Gleichzeitig forderte Geißler in "2+Leif" ein komplettes Verbot
von Parteispenden: "Man sollte überhaupt jede Spende an politische
Parteien verbieten und über den Steuerzahler finanzieren. Was ist
denn falsch daran, wenn die Parteien das Geld vom
Bundestagspräsidenten bekommen, anstatt von Daimler Benz oder von
Bosch. Dann sind sie unabhängig."
Mit Blick auf die Bundestagswahl im September 2013 sieht der
ehemalige Generalsekretär der CDU unter Helmut Kohl eine Neuauflage
der Großen Koalition als möglich und erstrebenswert an. Geißler in
"2+Leif": "Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass wir eine
Renaissance der Zeit von vor vier oder fünf Jahren hätten, als wir
eine Große Koalition hatten und die Bundeskanzlerin Angela Merkel mit
ihrem Finanzminister Steinbrück für Deutschland diese Finanzkrise gut
gemeistert haben. Wenn ich mir vorstelle, damals wäre anstelle von
Steinbrück einer namens Phillip Rösler oder Guido Westerwelle
gewesen, dann kann es einem im Nachhinein noch schlecht werden."
Nicht zur Veröffentlichung:
Die Nachricht wurde vorab, nach Aufzeichnung der Sendung
verbreitet. "2+Leif" wird am Montagabend um 23 Uhr im SWR-Fernsehen
ausgestrahlt.
Kontakt:
Peter Bergmann 2+Leif SWR Fernsehen www.2plusleif.de