Rheinische Post: Salafisten im
arabischen Raum
Kommentar Von Gregor Mayntz
(ots) - Die Befürchtung hat sich bestätigt: Wenn
Behörden extremistische Vereinigungen verbieten und Islamisten
vertreiben, riskieren sie immer auch, dass sich die Betroffenen in
den Untergrund begeben, schwerer überwachen lassen und sich an
anderer Stelle wieder sammeln, und zwar dort, wo sie weniger unter
Verfolgungsdruck stehen. Dass führende Köpfe der Solinger und anderer
Salafisten nun vom Nahen Osten aus agieren und agitieren, ist
sicherlich kein Zufall. Die Länder des arabischen Frühlings haben
nicht nur die autokratischen Despoten vertrieben, sondern auch
islamistische Bewegungen gefördert. Wo schon freie Wahlen waren, sind
Salafisten in die Parlamente gekommen. Sie breiten sich dort aus, ja
mehr noch, in den kollabierenden Ländern südlich des arabischen
Frühlings schicken sich radikale Islamisten an, die Macht zu
übernehmen. Der Salafismus ist zwar in Deutschland, vor allem in
Solingen und Mönchengladbach in der Vergangenheit besonders spürbar
geworden, doch er ist ein internationales Phänomen - und deshalb ein
immer wichtiger werdendes Thema für die internationale
Sicherheitsarchitektur. Die hat durch die Umbrüche im Nahen Osten
neue Chancen, aber auch neue Probleme erhalten. Bleibt zu hoffen,
dass die Geheimdienste den Schulterschluss finden.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.10.2012 - 19:48 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 736758
Anzahl Zeichen: 1528
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Rheinische Post: Salafisten im
arabischen Raum
Kommentar Von Gregor Mayntz"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
In der Debatte um Integrationsprobleme hat
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt die Zuwanderungspolitik der
Bundesregierung kritisiert. "Ziel einer klugen Migrationspolitik muss
es sein, Zuwanderung in die sozialen Sicherungssysteme zu begrenzen ...
In den Justizvollzugsanstalten Remscheid und
Werl haben sich am Wochenende zwei Häftlinge das Leben genommen. Das
berichtet die "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf
das NRW-Justizministerium. In Werl beging demnach ein ...
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat den
Sozialdemokraten im Zusammenhang mit ihrer heutigen Präsidiumssitzung
in Stuttgart zum Bahnprojekt Stuttgart 21 eine "reine
Show-Veranstaltung" vorgeworfen. "Die Sozialdemokraten müssten ...