PresseKat - Neues Deutschland: Sparen bis zum Bruch - Kommentar zur Finanzkrise und Reaktionen auf ihre Folgen

Neues Deutschland: Sparen bis zum Bruch - Kommentar zur Finanzkrise und Reaktionen auf ihre Folgen

ID: 732588

(ots) - Die Akzeptanz eines Gesellschaftssystems wird in
jeder Wirtschaftskrise in Mitleidenschaft gezogen. Umso mehr, wenn
der Bevölkerung der Eindruck schwindet, dass die zu schulternden
Lasten ¬Ľgerecht¬ę verteilt sind. Auch wenn Gerechtigkeit immer
normativen Kriterien unterliegt, ist in der Eurokrise
offensichtlicher denn je, wer die Zeche zu zahlen hat: Der normale
Steuerzahler blecht, um das Bankensystem als Herzst√ľck der
kapitalistischen Maschinerie am Leben zu erhalten.

In Deutschland, das von der Krise noch weitgehend verschont ist,
bringt das bislang nicht die ganz großen Massen auf die Straßen, um
eine faire Umverteilung einzufordern. Im Herzen der Krise, in
S√ľdeuropa, sieht das anders aus: F√ľr seine Rechte auf die Stra√üe zu
gehen oder gleich auszuwandern, sind die Alternativen. F√ľr Spanien
steht gar die territoriale Integrität auf dem Spiel: Die
Unabhängigkeitsbewegungen in Katalonien und dem Baskenland sind so
stark wie nie seit dem Tode Francos 1975. Dass Spaniens
Premierminister Mariano Rajoy am Wochenende mit Verbalattacken den
Separatisten vorwarf, ¬ĽSpanien kaputtmachen¬ę zu wollen, geht am Kern
des Problems vorbei. Was Spanien kaputt macht, ist eine
Austeritätspolitik, die laut UNICEF 2,2 Millionen Kinder in die
Unterernährung getrieben hat. Wenn Rajoy das Auseinanderdriften
Spaniens verhindern will, muss er mit seiner Politik brechen. Spanien
braucht wie ganz Europa eine faire Umverteilung. Sonst droht der
Bruch der Gesellschaften.



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Datum: 30.09.2012 - 18:18 Uhr
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