(ots) - Der Deutsche Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
(DKSB) hat seine Stellungnahme zur Beschneidung von Jungen
veröffentlicht. Darin appelliert der DKSB an Mütter und Väter, zu
prüfen, ob die Beschneidung, in die Säuglinge und junge Kinder nicht
einwilligen können, verzichtbar ist. Ebenso appelliert der DKSB an
gläubige Eltern zu prüfen, welche anderen Formen der Aufnahme in die
religiöse Gemeinschaft und der religiösen Erziehung von Jungen
denkbar sind und erst dann eine Beschneidung auf den Weg zu bringen,
wenn das Kind Willens und in der Lage ist, darüber zu bestimmen. Der
DKSB spricht sich dagegen aus, Eltern, die eine andere Entscheidung
treffen, mit straf- oder familienrechtlichen Schritten zu drohen.
Trotz der kritischen Haltung gegenüber medizinisch nicht indizierter
Beschneidung von Jungen spricht sich der DKSB derzeit für die vom
Ethikrat formulierten Mindestanforderungen aus:
- die Anerkennung des entwicklungsabhängigen Vetorechtes des
betroffenen Jungen,
- eine qualifizierte Schmerzbehandlung,
- die fachgerechte Durchführung des Eingriffs und
- die umfassende Aufklärung und Einwilligung der
Sorgeberechtigten.
Die Stellungnahme finden Sie auf www.dksb.de.
Pressekontakt:
Johanna Suwelack
Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V.
Tel. 030-214809-20
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