(ots) - Wir leben in revolutionären Zeiten. Überall sind
die Auswirkungen der Digitalisierung zu spüren. Im Zentrum dieses
»Sturms« steht die Medienbranche. CDs und DVDs folgen bald der
Schallplatte und verschwinden. Das gedruckte Buch verliert
Marktanteile ans E-Book. Um nicht von der Revolution gefressen zu
werden, muss sich Bertelsmann ändern. Das kostet viel Geld. Egal, ob
sich das Unternehmen das Kapital an der Börse besorgt oder bei
Investoren: In jedem Fall wollen die Gläubiger nicht nur geben.
Absolute Transparenz ist das Mindeste, was gefordert wird;
Mitbestimmung das von Eigentümern und Mitarbeitern am meisten
gefürchtete. Dabei hat Bertelsmann mit Partnern wie Bucerius, Gruner,
Jahr und bis heute mit RTL-Minderheitsaktionären keine sehr
schlechten Erfahrungen gemacht. Wenn Vorstandschef Thomas Rabe
erklärt, alle Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung stünden offen,
schließt das den Börsengang ein. Es muss ja nicht gleich der ganze
Konzern sein. Aber vielleicht kann der Anleger demnächst außer RTL-
auch Gruner+Jahr- oder sogar Arvato-Aktien kaufen.
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