(ots) - Leiter der Bundesnetzagentur rechnet mit
höheren Strompreisen
Der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann rechnet mit
steigenden Strompreisen. Sowohl die Netzentgelte würden steigen, als
auch die EEG-Umlage mit der die erneuerbaren Energien gefördert
werden. Am Tag vor dem Spitzentreffen im Bundeskanzleramt zur
Energiewende sagte Homann dem WDR-Fernsehen: "Wegen des Ausbaus von
Windenergie und Photovoltaik wird es im Oktober einen deutlichen
Anstieg der EEG-Umlage geben. Von jetzt 3,59 Cent je Kilowattstunde
auf ein höheres Maß. An Spekulationen beteilige ich mich da nicht,
die Größenordnung 5 Cent wurde ja aber in der Öffentlichkeit oft
genug genannt."
Die Kritik an der Netzentgeltbefreiung für die Großindustrie wies
Homann zurück. "Es geht darum, energieintensive Unternehmen im Markt
halten zu können und damit Arbeitsplätze zu bewahren." Bis heute sind
nach Angaben der Bundesnetzagentur rund 1.500 Unternehmen von den
Netzentgelten ganz oder teilweise befreit worden. Dafür müssen die
Stromkunden derzeit 500 Millionen Euro zahlen. Die Agentur rechnet
mit weiter steigenden Netzentgelten im kommenden Jahr. "Viele
Unternehmen stellen im Moment einen Antrag auf Befreiung von den
Netzentgelten, um in den Genuss einer Entlastung zu kommen", so
Homann.
Einen Hintergrundbericht zum Streit um die Zukunft der
Energiewende sendet die Aktuelle Stunde, das Informationsmagazin für
Nordrhein-Westfalen im WDR Fernsehen heute, 28. August 2012, ab 18.50
Uhr.
Redaktion Philipp Menn
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