(ots) - "Das Klischee und Ritual, am Abend einer
Wahlniederlage die Ergebnisse schönzureden - das ist etwas, was mich
abturnt." Das bekennt der wortgewaltige und schlagfertige
Ex-Politiker in der Gesprächssendung "Wie geht's eigentlich Rezzo
Schlauch?" im SWR Fernsehen. Er ertappe sich öfter dabei, zu sehen,
dass er selbst zehn Jahre lang auch diese Klischees bedient habe.
Rezzo Schlauch ist ein unorthodoxer Grüner der ersten Stunde und war
lange Zeit eine ihrer Gallionsfiguren in Baden-Württemberg. Der
ehemalige Fraktionsvorsitzende im Stuttgarter Landtag und im
Bundestag beobachtet seit seinem Rückzug 2005 das politische Geschäft
mit gemischten Gefühlen. Auch bei den Grünen sei nicht alles Gold was
glänzt. "Da ist es auch langsam Zeit zu überlegen, ob die Jungen mehr
nach vorn kommen sollen." Das ausführliche Gespräch mit Moderatorin
Anja Höfer in der Reihe "Wie geht's eigentlich ...?" wird
ausgestrahlt am Montag, 20. August, ab 23 Uhr im SWR Fernsehen. Anja
Höfer hat Rezzo Schlauch in Bächlingen in Hohenlohe getroffen. Hier
ist er aufgewachsen, hier sind sein Wurzeln. Der Vater war dort
Pfarrer. Es war ein liberales Elternhaus, das ihn prägt bis heute.
Nach dem Jurastudium schloss er sich den Grünen an, obwohl er
eigentlich nie in eine Partei gehen wollte. Er gilt als schwäbischer
Dickkopf und Bonvivant. Am Ende seiner politischen Karriere war Rezzo
Schlauch parlamentarischer Staatsekretär im Wirtschaftsministerium
von Wolfgang Clement. Heute arbeitet er wieder als Anwalt, sitzt in
Aufsichtsräten und berät verschiedene Unternehmen. Rezzo Schlauch ist
verheiratet und lebt in Stuttgart.
Film für Rezensionszwecke unter www.presseportal.SWR.de. Fotos
unter www.ARD-foto.de. Pressekontakt: Bianca von der Weiden, Tel
06131/929 3 2742, bianca.von_der_weiden(at)SWR.de.