WAZ: Aufbauhelfer statt Besserwisser
- Kommentar von Stefan Schulte
(ots) - Export-Europameister zu sein, hat viele Vorteile und
dem Titelträger einst auch ein gewisses Ansehen eingebracht. Doch die
Zeiten, da deutsche Politiker diesen Titel stolz vor sich hertrugen,
sind vorbei. Der Rat an die europäischen Partner, sich am deutschen
Wirtschaftsmodell ein Vorbild zu nehmen, kommt dieser Tage nicht so
gut an. Vielmehr fällt der Bundesrepublik der schöne
Außenhandelsüberschuss als Bumerang vor die Füße, wenn vornehmlich
südeuropäische Länder argwöhnen, die Deutschen bereicherten sich auf
ihre Kosten. Dazu passt, dass Investoren Deutschland gestern erneut
Geld liehen, ohne Zinsen zu nehmen. Sie zahlten sogar noch drauf.
Auch das findet in Krisenländern, die unter Rekordzinsen
zusammenzubrechen drohen, wenig Applaus. Doch die stärkste
Volkswirtschaft in einer Union zu schwächen, macht die Schwachen
nicht stärker. Stattdessen muss sich Europa als Ganzes am Weltmarkt
behaupten, Südeuropa mächtig aufholen. Davon würde auch Deutschland
profitieren. Deshalb muss es beim Aufbau Süd helfen. Und sich nicht -
wie manch CSU-Politiker - als unbeteiligter Besserwisser gerieren.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.08.2012 - 19:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 699150
Anzahl Zeichen: 1391
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Aufbauhelfer statt Besserwisser
- Kommentar von Stefan Schulte"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...