WAZ: Vorhaben mit Konfliktpotenzial
- Kommentar von Ulf Meinke
(ots) - Es ist eine Einsparung mit Symbolcharakter: Auch die
Fahrbereitschaft für RWE-Manager soll aufgelöst werden. Die
Führungskräfte müssen künftig wohl ein Taxi bestellen, wenn sie einen
Termin außer Haus haben. Gewiss, es ist nur ein kleiner Teil der
umfangreichen Sparvorhaben, die der neue Konzernchef Peter Terium
anstrebt. Aber das Beispiel sagt viel darüber aus, was Terium mit RWE
vorhat. Leicht dürften die kommenden Monate nicht werden, weder für
die RWE-Beschäftigten noch für Terium. Stellenabbau,
Jobverlagerungen, eine neue Konzernstruktur - das alles sorgt für
Verunsicherung. Welches Konfliktpotenzial in einem Konzernumbau
steckt, hat der Düsseldorfer Konkurrent Eon eindrucksvoll unter
Beweis gestellt. Erklärtes Ziel der RWE-Konzernführung in Essen ist
es, eine ähnlich aggressive Auseinandersetzung mit den Gewerkschaften
zu vermeiden. RWE ist ein komplexer Konzern, in dem
nordrhein-westfälische Städte als Aktionäre ebenso ein Wörtchen
mitzureden haben wie die zwei recht unterschiedlichen Gewerkschaften
Verdi und IGBCE. Vorstandschef Terium wäre also gut beraten, sensibel
vorzugehen, wenn er den Konzern neu positioniert.
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Datum: 09.08.2012 - 19:28 Uhr
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