(ots) - "Jetzt beginnt der Ernst des Lebens" - dieser Satz
beschreibt, wie abrupt der Wechsel vom Kindergarten in die Schule
lange Zeit war. Ist das heute anders, haben wir Renate Niesel und
Wilfried Griebel vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München
gefragt. Kinder schauen nur auf das, was unmittelbar vor ihnen liegt
und freuen sich darauf, ein Schulkind zu werden, erklären die beiden
Psychologen. Aber der gefühlte Ernst des Lebens ist bei den Eltern
noch immer sehr präsent. Denn sie denken weit über das erste
Schuljahr hinaus an die gesamte Schullaufbahn.
Und: Nicht nur an die Kinder, auch an die Eltern stellt dieser
Übergang große Anforderungen. In einer Studie haben Renate Niesel und
Wilfried Griebel festgestellt, dass die Betroffenheit der Eltern
lange Zeit sehr unterschätzt wurde. "Eltern werden auch bis heute
noch in erster Linie als Unterstützer ihrer Kinder gesehen. Aber auch
die Eltern selbst müssen in die Schule kommen. Deswegen gehört es zu
dem Wichtigsten für Schulen, vertrauensbildende Maßnahmen aufzubauen.
Sie brauchen die Eltern, die zusammen mit dem Kind den Übergang
schaffen müssen."
Mehr über die Chancen, die ein solcher Wechsel eröffnen kann, über
die Rolle der einzelnen Akteure und über die Auswirkungen eines
gelungenen Übergangs auf die späteren Schulleistungen im Interview
mit Renate Niesel und Wilfried Griebel unter
www.bildungsklick.de/perspektive-bildung
Das Projekt Perspektive: Bildung will den öffentlichen Diskurs
über Bildung in Deutschland fördern. Schule steht im Vordergrund
dieses Forums. Perspektive: Bildung dokumentiert den Bildungsalltag
ebenso wie aktuelle wissenschaftliche und bildungspolitische
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entwickelt Visionen vom Lernen in der Zukunft.
Perspektive: Bildung - Ein Projekt von bildungsklick.de in
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