WAZ: Eine Gefahr für die Beschäftigten. Kommentar von Anna Hückelheim
(ots) - Alle 20 Jahre eine Kontrolle - das ist die
Konsequenz des massiven Stellenabbaus in der Gewerbeaufsicht. Das
Problem: Die restlichen Mitarbeiter sind nicht mehr in der Lage,
sicherzustellen, dass alle Betriebe die Vorschriften des Arbeits-,
Umwelt- und Verbraucherschutzes einhalten. Doch je seltener
Unternehmen kontrolliert werden, umso größer ist die Versuchung, den
Profit etwa auf Kosten des Arbeitsschutzes und damit auf Kosten der
Mitarbeiter zu steigern. Die Gefahr ist gewaltig, dass sich
Missstände wie im Fall der Entsorgungsfirma Envio häufen. Betriebe,
in denen Arbeitnehmer jahrelang ihre Gesundheit riskieren -
unwissentlich, weil die Aufsicht kein Personal für einen Kontrollgang
hat. Ein Extrembeispiel, zugegeben. Doch allein die Tatsache, dass
die Zahl der meldepflichtigen Unfälle deutlich gestiegen ist, zeigt,
dass der Druck auf die Beschäftigten zunimmt. Sie sind
unkonzentrierter und machen häufiger Fehler, dadurch werden schwere
Unfälle wahrscheinlicher. Der Personalabbau bei der Gewerbeaufsicht
ist der falsche Weg. Denn nur, wenn die reale Chance besteht,
überhaupt erwischt zu werden, halten sich Arbeitgeber und
Arbeitnehmer auch an die Vorschriften.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.07.2012 - 19:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 681446
Anzahl Zeichen: 1484
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Eine Gefahr für die Beschäftigten. Kommentar von Anna Hückelheim"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...