PresseKat - Neues Deutschland: Spanien und die EZB: Stumpfes Schwert

Neues Deutschland: Spanien und die EZB: Stumpfes Schwert

ID: 654411

(ots) - Seit europaweit über die Folgen der anstehenden
Wahlen in Griechenland für den Verbleib in der Eurozone spekuliert
wird und sich der spanische Finanzminister über das Versiegen der
Finanzierungsquellen für sein Land beklagt hat, ist offenkundig: Es
geht nicht mehr nur um die eine oder andere Schwachstelle der
Einheitswährung. Mit dem Austritt eines ersten Landes und einer
möglichen Rettungsaktion für das wirtschaftliche Schwergewicht
Spanien stünde die Existenz des Euro insgesamt auf dem Spiel. Die
Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigten sich gestern
davon wenig beeindruckt und ließen den Leitzins auf dem historisch
niedrigen Niveau von einem Prozent. Ein mögliches Motiv ist, etwas
Pulver für künftige Unwägbarkeiten trocken zu halten. EZB-Chef Mario
Draghi rief indes zugleich die Regierungen auf, endlich eine klare
Vision anzubieten, wie es mit dem Euro weitergehen soll. Der
Italiener weist damit unmissverständlich auf die Grenzen der EZB bei
der Krisenprävention hin. Die weitere Lockerung der Geldpolitik ist
zum stumpfen Schwert geworden. In der Tat ist es an den Regierungen
der Mitgliedstaaten zu handeln. Der EZB den direkten Aufkauf von
Staatsanleihen zu verweigern, kostet weitere wertvolle Zeit. Gleiches
gilt für die Blockadehaltung vor allem der Bundesregierung gegenüber
strukturellen Reformen des Währungsverbundes hin zu einer
Fiskalunion, die den Namen auch verdient - unter anderem durch
Eurobonds.



Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715




Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  DGAP-News: CEWE COLOR zahlt höhere Dividende und investiert in die Zukunft DGAP-News: EVN AG: EVN plant die Ausgabe eigener Aktien an Arbeitnehmer
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.06.2012 - 18:18 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 654411
Anzahl Zeichen: 1729

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Wirtschaft (allg.)



Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neues Deutschland: Spanien und die EZB: Stumpfes Schwert"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neues Deutschland (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Neues Deutschland: Hunger mit System ...

Jeder siebte Mensch hungert - 925 Millionen laut dem neuesten Welthunger-Index. Die globale Hungerbekämpfung kommt allen Appellen und Welternährungsgipfeln zum Trotz nicht voran. Das hat systemische Gründe: die von der Weltbank und dem Internat ...

Neues Deutschland: Zur Jahrestagung des IWF ...

Kommt es zum allseits befürchteten Währungskrieg oder nicht? Jene Frage überschattete die Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Eine Antwort vom Washingtoner Treffen zu erwarten, wäre indes vermessen gewesen. ...

Neues Deutschland: Was Deutschland fehlt ...

D ie von der FDP so lautstark propagierte Lockerung der Zuverdienstregelungen für Hartz-IV-Bezieher ist gar keine. Denn ein Großteil der 1,4 Millionen Aufstocker wird leer ausgehen. So sehen die neuen Regelungen vor, dass nur diejenige ...

Alle Meldungen von Neues Deutschland