(ots) - Es ist interessant zu erfahren, dass die
Deutsche Bahn in den Fans von Hertha BSC besonders vorbildliche
Reisende erkannt haben will. SchlieĂlich ist das Staatsunternehmen
Trikotsponsor des Hauptstadtklubs. Dass wesentliche Teile der
Berliner AnhÀngerschaft alles andere als Vorbilder sind, stellten sie
beim Relegations-RĂŒckspiel vergangene Woche unter Beweis. Sie
fackelten im DĂŒsseldorfer Stadion und sorgten fĂŒr
Spielunterbrechungen. Auch bei der anschlieĂenden RĂŒckreise nach
Berlin benahmen sich viele der 760 Fans daneben. Ihr Zug musste im
westfÀlischen Hamm drei Stunden halten, weil Scheiben und Fenster
eingeschlagen, TĂŒren eingedrĂŒckt worden waren. Dass marodierende
Schlachtenbummler - der Begriff passt an dieser Stelle - Woche fĂŒr
Woche fĂŒr erheblichen Sachschaden und noch dazu fĂŒr Angst und
Schrecken bei friedliebenden Reisenden in Bahnhöfen und ZĂŒgen sorgen,
ist ein unertrÀglicher Zustand. Die Klubs noch stÀrker in die
Verantwortung zu nehmen, ist ein Diskussionsansatz. Es ist dabei
allerdings nicht sehr hilfreich, die Einteilung "lieb" und "böse"
nach Vereinszugehörigkeit vorzunehmen. So gieĂt die Bahn Ăl ins schon
viel zu hoch flammende Feuer.
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