(ots) - Konstantin der Große ist in die Geschichte
eingegangen als der erste christliche Herrscher und Wegbereiter des
Christentums. Wer Konstantin wirklich war, untersucht die 45-minütige
Dokumentation "Kaiser, Mörder, Heiliger", die das ZDF an
Pfingstmontag, 28. Mai 2012, 18.15 Uhr, ausstrahlt.
"In diesem Zeichen wirst Du siegen", soll ihm Christus - so die
Legende - im Jahr 312 in einer Vision prophezeit haben. Gemeint war
das Kreuz. Konstantin siegte vor genau 1700 Jahren in der berühmten
Schlacht an der Milvischen Brücke vor den Toren Roms. Die Spuren, die
er hinterließ, sind widersprüchlich. Er wird zum Beispiel mit den
Morden in Zusammenhang gebracht, denen 326 seine Frau, sein Sohn und
weitere Familienangehörige sowie Freunde und angesehene Senatoren zum
Opfer fielen.
Der Film macht sich auf Spurensuche an bedeutenden Orten der
antiken römischen Welt: Die Vorgängerkirche des Petersdoms geht auf
Konstantin zurück. Halb Italien soll er dem Bischof von Rom als
Kirchenstaat geschenkt und damit die Grundlage zum Vatikanstaat
gelegt haben. Auf den Mauern des alten Byzanz gründete der Kaiser
Konstantinopel neu, das heutige Istanbul. Die Stadt Trier erblühte
unter Konstantin zur prachtvollen Residenz. In Jerusalem ließ er auf
dem Grab Jesu eine Kirche erbauen. Die Ostkirche verehrt ihn als
Heiligen.
Die Forschung ist bis heute gespalten: War Konstantin wirklich
Christ, oder benutzte der Kaiser Christus als Kriegsgott zur
Festigung seiner Herrschaft?
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