(ots) - Den Eltern dreht es vor Ekel den Magen um, aber
das dreijährige Töchterchen lässt ungerührt die schleimige Schnecke
über ihr nacktes Bein laufen. So etwas erleben fast alle Eltern
einmal. Besonders beliebt bei vielen Kleinkindern: ihre eigenen
Ausscheidungen. Das geht vorbei, beruhigt Prof. Dr. phil. Rainer
Krause, Psychologe und Psychotherapeut in Berlin, im Apothekenmagazin
"Baby und Familie". "Alles, was mit Popo und Kacka zu tun hat,
finden Kleinkinder spannend", sagt er. Gegen viele ekelerregende
Dinge besitzen wir eine genetische Abneigung, zum Beispiel gegenüber
potentiell gefährlichen Bedrohungen. Oft aber muss noch
Lebenserfahrung hinzukommen, um die sinnvolle innerliche Abwehr zu
festigen. Manchmal reicht das Vorbild der Eltern, oft aber ist eigene
Erfahrung unvermeidlich. Beruhigend: Mit etwa vier Jahren lässt bei
den meisten die Faszination für Ekliges nach.
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