WAZ: Die Spätfolgen der Schlammschlacht. Kommentar von Stefan Schulte
(ots) - Am Niedergang von Schlecker hat die deutsche
Öffentlichkeit Anteil genommen wie an kaum einer anderen
Firmenpleite. Die politische Schlammschlacht um die letztlich
gescheiterte Transfergesellschaft tat ihr Übriges. 10 000
Frauen wurden mit einem Schlag arbeitslos, begleitet von mehr oder
weniger frommen Wünschen, sie würden sicher bald eine neue Stelle
finden. Doch das mit der "Anschlussverwendung", wie FDP-Chef Rösler
es so einfühlsam nannte, gestaltet sich so leicht nicht. Deshalb
klagen nun tausende Frauen gegen ihre Kündigung. Das ist ihr gutes
Recht. Doch wie vom Insolvenzverwalter bereits im März befürchtet,
erschwert es die Rettung der verbliebenen Filialen. Das Reh namens
Kapital scheut nichts mehr als die Ungewissheit. Es weiß
mittlerweile, dass die Schlecker-Kasse leer ist. Das haben die ersten
Gütetermine vor diversen Arbeitsgerichten gezeigt. Neue, bisher nicht
eingeplante Kosten müsste ein Investor mit einkalkulieren. Das kann
er bei tausenden laufenden Verfahren aber nicht. Genau diese Klemme
hätte eine Transfergesellschaft gelöst. Findet Geiwitz keinen
Geldgeber, wird die Öffentlichkeit wieder Anteil nehmen - an der
nächsten Entlassungswelle.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.05.2012 - 19:46 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 631650
Anzahl Zeichen: 1485
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Die Spätfolgen der Schlammschlacht. Kommentar von Stefan Schulte"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...