WAZ: Es geht auch um Gerechtigkeit
- Kommentar von Ulf Meinke
(ots) - Rekord-Gehälter und üppige Bonuszahlungen standen
schon oft in der Kritik. Dabei wurde beinahe übersehen, dass sich
Deutschlands Top-Manager eine weitere Einnahmequelle erschlossen
haben. Die Rede ist von Luxus-Pensionen, die wie ein
Rundum-sorglos-Paket für den Ruhestand wirken. Die Debatte über eine
faire Bezahlung für "die da oben" ist längst eröffnet. Wie viel
Ungleichheit verträgt die soziale Marktwirtschaft? Mini-Löhne hier,
Multimillionen-Pensionen dort, Rente mit 67 für Arbeiter, für Chefs
hingegen der Ruhestand mit 55 oder 60 Jahren: Es stellt sich die
Frage, ob die Selbstreinigungskräfte der Wirtschaft ausreichen, um
mehr als nur gefühlte Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Es geht auch
um das Rollenverständnis der handelnden Akteure. Jedenfalls ist ein
Vorstandsmitglied ein angestellter Manager, der dem Wohl des
Unternehmens verpflichtet ist. Und die Aufsichtsräte - auch aus dem
Arbeitnehmerlager - sind gefordert, für Maß und Mitte bei den
Gehältern und Pensionen zu sorgen. Für alle Beteiligten gilt: Wer
Elite in einer Gesellschaft sein will, muss mehr im Blick haben als
sein Bankkonto.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.04.2012 - 19:44 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 621815
Anzahl Zeichen: 1410
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Es geht auch um Gerechtigkeit
- Kommentar von Ulf Meinke"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...