WAZ: Die Klaviatur des Kapitalismus. Kommentar von Sven Frohwein
(ots) - Warum macht er das nur? Apple-Chef Tim Cook könnte
die vielen Milliarden doch einfach nehmen und sie in die Entwicklung
von neuem Elektronikspielzeug stecken - damit der US-Konzern seinen
Technologie-Vorsprung gegenüber der Konkurrenz halten und weiter
ausbauen kann. Mit Mildtätigkeit gegenüber den Anteilseignern hat
Cooks Coup aber nur am Rande zu tun. Das Unternehmen macht sich im
Jahr eins nach Apple-Übervater Steve Jobs schick für weitere
potenzielle Investoren. Etwa für Fondsgesellschaften, die nur dann
Aktien kaufen dürfen, wenn die Unternehmen, an denen sie sich
beteiligen, auch eine Dividende ausschütten. Analysten gehen davon
aus, dass der Kurs der Apple-Aktie durch die Tat noch weiter steigen
wird. Einige Börsengurus hatten sowieso schon zum Besten gegeben,
dass die Anteilsscheine unterbewertet sind. So dürfte sich der
Höhenflug des Konzerns weiter fortsetzen - und Apples Position als
wertvollstes Unternehmen der Welt zementieren. Jobs-Nachfolger Cook
beweist damit einmal mehr, dass er es vortrefflich versteht, auf der
Klaviatur des Kapitalismus zu spielen.
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Datum: 19.03.2012 - 19:08 Uhr
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