(ots) - Die Zeichen erkannt
Die Deutsche Post lernt schnell. Das ist ihre größte Stärke. Als
vor rund fünf Jahren die Geschäfte in den USA holperten, schränkte
der Konzern seine Aktivitäten dort ein. Davon könnten andere Firmen
lernen wie der Stahlkonzern ThyssenKrupp, der verbissen an
verlustreichen Werken in Brasilien und Nordamerika festhält.
Stattdessen hat sich die Post frühzeitig auf die
vielversprechenden Märkte Asiens konzentriert. Eine weitblickende
Geschäftspolitik, die sich auszahlt. Zudem weiß das Unternehmen, was
es am besten kann: Konzernchef Frank Appel hat das Bankgeschäft
abgestoßen und konzentriert sich auf die Postzustellung.
Auch dieser Markt hat seine Tücken. Im Briefgeschäft etwa setzen
E-Mails und soziale Netzwerke dem Konzern zu, was er vor allem
mithilfe des E-Post-Briefs auszugleichen sucht. Richtig gezündet hat
das neue Produkt bisher nicht. Dennoch bietet das Internet mehr
Chancen als Risiken: Denn immer mehr Menschen bestellen Waren online
und lassen sie sich nach Hause liefern. Eine Goldgrube für die
Deutsche Post. Die Geschäfte dürften daher weiter wachsen. Einen
schweren Imageschaden könnte Appel dem Konzern aber einbrocken, wenn
er das Briefporto erhöht. Der Schritt wäre bei gleichzeitig sehr
guten Geschäftszahlen nur schwer zu vermitteln.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207