WAZ: Polit-Theater um die RAG-Stiftung
- Kommentar von Thomas Wels
(ots) - Ein strotznormales Unternehmen sollte dereinst der
Evonik-Konzern werden. Eine Formulierung, die von Werner Müller
stammt, dem Ex-RAG-Chef und Architekten des Konstruktes der
RAG-Stiftung zur Abwicklung des subventionierten Bergbaus. Hätte doch
Evonik auch eine strotznormale Mutter! Das Debakel um die Besetzung
des Chefpostens der Stiftung belegt, wie politisiert die Stiftung als
vermeintlich verheißungsvolle Schaltstelle der Macht im Revier ist.
Die Stiftung verwaltet quasi Volksvermögen, ein Vermögen, das die
Steuerzahler entlasten soll von den Kosten der Abwicklung des
Bergbaus und dessen Ewigkeitskosten. Dummerweise folgt das Hickhack
um die Besetzung des Chefpostens augenscheinlich mehr einer
politischen Agenda zum Erlangen von Macht, weniger dem Gedanken der
Absicherung des Vermögens. Ein Verkauf des florierenden
Evonik-Konzerns an der Börse wäre ein Schritt zur Vermögenssicherung,
nur völlig undenkbar, ohne einen eingearbeiteten Aufsichtsratschef.
Das Zeitfenster für den Börsengang schließt sich, derweil draußen die
Muppet-Show ein Stelldichein gibt.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.03.2012 - 18:56 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 589636
Anzahl Zeichen: 1359
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Polit-Theater um die RAG-Stiftung
- Kommentar von Thomas Wels"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...