Hunde kann man prima über das Internet kaufen. Man sieht die Fotos der Hunde bzw. der Welpen, kann den Preis vergleichen und selbst aus dem Ausland kann man Hunde bestellen. Zum Beispiel aus Kamerun. Eine interessante Sache für alle, die billig einen reinrassigen Hund kaufen möchten. Auch wenn es diesen Hund nach der Bezahlung nicht mehr gibt.
(firmenpresse) - Hunde kann man prima über das Internet kaufen. Man sieht die Fotos der Hunde bzw. der Welpen, kann den Preis vergleichen und selbst aus dem Ausland kann man Hunde bestellen. Zum Beispiel aus Kamerun. Eine interessante Sache für alle, die billig einen reinrassigen Hund kaufen möchten. Auch wenn es diesen Hund nach der Bezahlung nicht mehr gibt.
Wie so oft werden auch hier reinrassige Hunde beliebter Hunderassen wie Bulldogge, Shih Tzu oder Chihuahua im Internet angeboten - zu einem komfortablen Preis bis 450 Euro, den man bei einem Züchter nicht unbedingt erwarten kann. Natürlich ist auch ein nettes Foto des kleines Hundes beigefügt, das dem Liebhaber und potenziellen Käufer das Herz höher schlagen lässt. In der neuesten Variante der Inserate findet man sogar Namen von in Deutschland eingetragenen Zwingern bzw. Züchtern, um den Anschein von Seriosität zu erwecken.
Man nimmt per Mail Kontakt auf und erfährt, dass die Hunde angeblich aus Kamerun stammen, von einem Züchter sind und nach Deutschland an die Haustür oder wenigstens bis zum nächsten Flughafen geliefert werden. Bilder werden gern geschickt und natürlich bei Interesse eine Anzahlung vom "halben Preis" im Voraus. Gerne zahlt man wegen der nötigen Reservierung dann auch etwas mehr. Wo es doch so viele Anfragen gibt und angeblich wurden ja auch schon mehrere Welpen nach Deutschland verkauft.
Eine Anfrage von Snautz.de wurde schnell beantwortet, mit leicht verstelltem Deutsch. Jawohl, die Hunde sind zu kaufen und zwar kommen diese aus Kamerun von einem sehr guten Züchter. Gesundheitspapiere, Zertifikate und so weiter alles okay. Dabei gibt es laut Auskunft der deutschen Botschaft in Kamerun gar keine Hundezüchter und somit auch keinen Zuchtverein!
Glücklicherweise sind noch genau ein Rüde und eine Hündin da, sodass man bei der Auswahl des Geschlechts auch das bekommt, was man möchte, sich aber auch beeilen muss. Später soll die Anzahlung über die Postbank erfolgen, noch später kann man dies der Einfachheit halber über die Western Union tun. Geht ja auch schneller, wo doch der liebe Kleine so gut wie im Flugzeug sitzt.
Selbstverständlich muss man vorher noch mitteilen, welcher Flugplatz in der Nähe ist, damit das liebe Hündchen nach dem anstrengenden Flug keinen weiten Weg in sein neues Heim hat. Wenn dann angezahlt ist, wird erklärt, dass der Hund umgehend per Flugzeug kommt. Der Flug mit den Ankunftszeiten wird bekanntgegeben und ab geht die Hunde-Flugpost.
Leider gibt es da ein kleines unerwartetes Problem. Man erhält eine weitergeleitete Mail von einem Flughafen in Frankreich. In der Mail wird mitgeteilt, dass der deutsche Zoll Probleme bei der Einreise des Welpen macht. Oder der französische? Egal, eine Einfuhrsteuer ist nötig. Diese Steuer ist neu und muss bezahlt werden. Sofort, sonst sitzt der Hund fest. Die Zollgebühren belaufen sich auf 100 Euro zusätzlich, welche man aber nicht allein tragen muss: Käufer und Verkäufer teilen sich die Summe zu jeweils 50 Prozent. Bitte aber erstmal schnell die 100 Euro überweisen, die 50 Euro werden dann bei der Übergabe des Hundes von der Restsumme des Kaufpreises abgezogen. Die Zollpreise variieren hier etwas.
Ein anscheinend auf die Naivität des Kunden zugeschnittenes Programm läuft jetzt ab. So wird mal schnell eine extra Flugversicherung verlangt, 250 bis 350 Euro. Oder eine Impfung fehlt. Der Vetärinär des Flughafens berechnet da auch mal eben 350 Euro. Kein Problem, wird alles vom Restkaufpreis abgezogen oder zurückgezahlt. Der Welpe ist ja auch schon bis nach Frankreich gekommen. Sonst wird der Hund auf dem Flughafen eingezogen und ins Tierheim gebracht. Und da man seinen neuen Liebling retten muss, die ganze Familie oder auch Freunde von dem freudigen Ereignis bereits informiert sind, schiebt man nochmals Geld nach.
Selbstverständlich haben die Verkäufer umgehend versucht, den Käufer telefonisch zu kontaktieren, aber leider lässt sich aus Kamerun keine Verbindung herstellen. Umgedreht geht auch nichts. So wie vorher schon. Deshalb alles schnell per Mail und Western Union. Jetzt endlich geht es weiter. Der Hund kommt ja nun mit der nächsten Maschine. Was er natürlich nicht tut.
Sollten Sie in der nächsten Zeit traurige Menschen mit Hundekörbchen auf dem Terminal warten sehen, es muss sich nicht unbedingt um einen armen Hund aus der Tierhilfe handeln...
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