(ots) - Da bereitet sich die Politik darauf vor, ein
neues Hilfspaket zu schnüren. Und pünktlich treten die
Rating-Agenturen in die Öffentlichkeit, um mal wieder blockweise
Euro-Länder abzustufen. Das ist frustrierend und verstärkt die
Schuldenkrise in Europa.
Staaten mit einer guten Bonität können sich günstig Geld leihen.
Doch wenn die Rating-Agenturen sie abwerten, steigen die Kosten in
die Höhe. Anstatt Geld in Strukturen stecken zu können, heißt es dann
erst mal Zinsen zahlen. Wenn Anleger einer Anlage misstrauen, wollen
sie die (gefühlte) geringere Sicherheit nun mal mit mehr Ertrag
ausgleichen. Wenn also Standard & Poor's, Fitch und Moody's
europäische Staatsanleihen herabstufen, wird aus ihrer Prognose eine
sich selbst erfüllende Prophezeiung: Natürlich schwanken Länder, wenn
ihre Finanzlage sich mit einem Wimpernschlag verschlechtert.
Die Rating-Agenturen verhalten sich hier wie Elefanten im
Porzellanladen. Manchmal wäre Leisetreten besser.
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