(ots) - Zwei von fünf Freizeitsportlern verzichten im
Winter auf das Training im Freien und machen es sich lieber auf dem
Sofa gemütlich. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker
Krankenkasse (TK). Dabei sollten auch bei Eiseskälte keine Ausreden
gelten. "Aus gesundheitlichen Gründen muss keiner bei Minus zehn Grad
auf Sport im Freien verzichten", weiß Ärztin Petra Rudnick vom
Ärztezentrum der Techniker Krankenkasse (TK). "Gerade
Ausdauersportarten wie Walken, Joggen oder Rad fahren lassen sich gut
bei diesen Minusgraden ausüben." Allerdings gibt es dabei einige
Regeln zu beachten.
Am wichtigsten ist die richtige Wärmeschutzbekleidung. Am besten
kleiden sich Wintersportler nach dem sogenannten
Drei-Schichten-Prinzip: Unterwäsche, eine wärmende Isolationsschicht,
die keine Feuchtigkeit speichert, und eine Schutzschicht. Dies kann
zum Beispiel eine atmungsaktive Wind- oder Softshelljacke sein.
Besser als Baumwolle ist spezielle Funktionskleidung. Diese leitet
Feuchtigkeit von innen nach außen, schützt aber gleichzeitig vor Wind
und Kälte. "Der Mensch verliert etwa 40 Prozent der Körperwärme über
Kopf und Hals", so Rudnick. "Deswegen empfehlen wir auch Mütze, Schal
und leichte Handschuhe."
Absolut tabu ist bei diesen Temperaturen ein Kaltstart: Kommt man
aus geheizten Räumen zum Sport nach draußen, muss der Organismus sich
erst auf die niedrigen Temperaturen einstellen. Wer gleich voll
durchstartet, atmet zu schnell die kalte Luft ein und riskiert,
Rachen, Bronchien und Lunge zu reizen - die Erkältungsgefahr steigt.
Am besten atmen Wintersportler durch die Nase ein und durch den Mund
aus, da die Luft so etwas vorgewärmt wird. Auch die Muskeln, Bänder
und Gelenke brauchen bei niedrigen Temperaturen länger, um auf
"Betriebstemperatur" zu kommen. "Wenn es draußen kalt ist, sollte man
langsam starten und das Trainingspensum gegenüber dem Sommerprogramm
herunterschrauben. Außerdem das Aufwärmen nicht vergessen - und zwar
am besten im Verhältnis 1:5 zur gesamten Trainingszeit", sagt
Rudnick.
Keine Angst vor Kälte und Schnee gilt auch für Sportmuffel und
ältere Semester. Ein ausgedehnter Spaziergang an der frischen Luft
regt den Kreislauf an, stärkt das Immunsystem und sorgt für gute
Laune. "Voraussetzung dafür sind rutschfestes Schuhwerk und
entsprechende Winterkleidung", so Rudnick. "Wer mag, kann sich auch
Spikes unterschnallen oder Gehstöcke benutzen, um sich sicherer zu
fühlen und Stürze zu vermeiden."
Weitere Informationen zum gesunden Trainieren enthält die
TK-Broschüre "Bewegung", die kostenlos auf www.tk.de zum Download
bereitsteht. Pressefotos zum Thema finden Sie auf www.presse.tk.de.
Pressekontakt:
Nicole Ramcke, TK-Pressestelle
Tel.: 040-6909-3431
E-Mail: nicole.ramcke(at)tk.de