WAZ: Milliarden teures Missverhältnis. Kommentar von Tobias Bolsmann
(ots) - Umweltminister Norbert Röttgen hat zum "Solargipfel"
geladen. Auf Gipfeln ist es einsam - genau so geht es den
"Sonnenkönigen". Nach und nach gehen ihnen die Argumente aus, warum
gerade sie mit Subventionen gepäppelt werden sollen. Auf rund 25
Gigawatt ist die in Deutschland installierte Photovoltaik-Leistung
2011 angewachsen. Damit ist sie größer als die Kraftwerkskapazität
von Braunkohle. Doch zur Stromerzeugung trug die Photovoltaik gerade
mal drei Prozent bei. Allerdings verschlang sie 8,1 Milliarden Euro
an Einspeisevergütung. Mit anderen Worten: Die uneffektivste
Ökostromquelle wird am stärksten gefördert. Das Land, das sich mit
Schwung in die Energiewende geworfen hat, leistet sich ein Milliarden
Euro teures Missverhältnis. Würden nur die ertragreichsten
Erneuerbaren Energien an ihren effizientesten Standorten in Europa
eingesetzt, würden bis zum Jahr 2020 rund 170 Milliarden Euro
eingespart. Es wird Zeit, dass die Bundesregierung die von ihr selbst
beschworene Effizienz per Gesetz umsetzt. Selbstverpflichtungen - das
zeigen die Erfahrungen mit der Solarbranche - bringen nichts.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.01.2012 - 19:28 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 556643
Anzahl Zeichen: 1392
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Milliarden teures Missverhältnis. Kommentar von Tobias Bolsmann"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...