(ots) - Für viele Schüler in Deutschland gehört
Nachhilfeunterricht zum Alltag. Morgens die Schulbank drücken,
nachmittags den Lernstoff mit dem Nachhilfelehrer wiederholen,
Probleme klären und Wissenslücken schließen: Jeder dritte bis vierte
Schüler in Deutschland hat schon einmal Nachhilfe in Anspruch
genommen, Tendenz steigend. Dementsprechend gibt es viele
Dienstleister am Markt. Aber ohne Orientierungshilfen lässt sich die
Qualität eines Anbieters im Vorfeld nur schwer einschätzen. Eltern,
die geeigneten Unterricht für ihre Kinder suchen, sollten sich genau
über das jeweilige Angebot informieren: Wie groß sind die
Lerngruppen? Welche Qualifikation bringt der Nachhilfelehrer mit? Was
steht im Kleingedruckten der Verträge?
Diese Recherche wird bei Anbietern erleichtert, die ein
Prüfzeichen von TÜV Rheinland vorweisen können. Denn TÜV Rheinland
zertifiziert professionelle Nachhilfeinstitute mit Hilfe des
umfangreichen Qualitätsstandard Nachhilfe. "Wir nehmen dabei die
gesamte Einrichtung unter die Lupe - von der Lage der Immobilie über
die Vertragsgestaltung bis hin zur individuellen Förderung der
Kinder", erklärt Oliver Abendroth von TÜV Rheinland. "Unsere Prüfung
ist unabhängig und bietet Eltern eine Entscheidungshilfe im
Nachhilfe-Markt." Über 800 Standorte des Studienkreises sowie weitere
Institute kleiner Anbieter sind bereits zertifiziert.
Die Kriterienliste des Qualitätsstandards Nachhilfe umfasst rund
90 verschiedene Punkte, nach denen sich die TÜV Rheinland-Auditoren
bei ihrer Prüfung richten. Dazu gehört etwa die Forderung, dass
Lerngruppen aus maximal fünf Schülern bestehen sollen. Unterrichten
dürfen nur qualifizierte Lehrkräfte, die geeignete Lernmaterialien
einsetzen, Lernstrategien vermitteln und die Fortschritte der Kinder
dokumentieren. "Unsere Auditoren besuchen im Rahmen der Prüfung
einzelne Unterrichtsstunden und kommen so zu einem objektiven Urteil,
was die Qualität der Nachhilfe anbelangt", sagt Oliver Abendroth.
Ebenfalls auf dem Prüfstand: die Kundenbetreuung. Hierzu zählen vor
allem eine umfassende Erstberatung sowie regelmäßig stattfindende
Elterngespräche. Erst wenn solche Kriterien erfüllt sind und unter
anderem auch die Immobilie des Anbieters alle sicherheitstechnischen
Bestimmungen erfüllt, vergibt TÜV Rheinland das Prüfzeichen.
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