PresseKat - NRZ: Die Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) kommentiert die Beobachtermission in Syrien:

NRZ: Die Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) kommentiert die Beobachtermission in Syrien:

ID: 546150

(ots) - Arabischer Frühling? Seit vielen Monaten war es im
Nahen und Mittleren Osten politisch nicht mehr so kalt wie derzeit.
In den Aufbruch-Staaten Tunesien, Jemen und Ägypten ist die Lage
völlig unübersichtlich, das zerstörte und ungeordnete Libyen erholt
sich nur in Millimeter-Schritten von der Gaddafi-Herrschaft, und
zwischen Israelis und Palästinensern herrscht - mal wieder -
Eiszeit. In diesen unstabilen Zeiten fällt die ungezügelte Gewalt in
Syrien besonders auf. Tausende sterben durch die Kugeln des Militärs,
und die Welt schaut zu. Ja, es gibt politische Beobachter rund um
Damaskus. Von der Arabischen Liga, der Syrien offiziell immer noch
angehört, auch wenn die Mitgliedschaft ruht. Dies ist eine Geste,
aber eher eine verzweifelte, wissen doch die beunruhigten Nachbarn,
dass Präsident Assad offenbar zu keinem Kompromiss bereit ist. Der
ehemals weltgewandte und in Großbritannien ausgebildete Augenarzt
pokert: Zurzeit wird es keinen Militärschlag gegen sein Regime geben,
also kann die Opposition niedergeschlagen werden. Syrien spielte
immer eine Sonderrolle im Konglomerat der nahöstlichen Interessen.
Nach der verheerenden Niederlage gegen Israel 1967 im Sechstagekrieg
und dem damit verbundenen Verlust der strategisch so wichtigen
Golan-Höhen schaffte Präsidenten-Vater Assad den politischen Spagat
zwischen seinen Nachbarländern Türkei, Libanon, Jordanien und Irak.
Immer an seiner Seite stand die Sowjetunion und später Russland, ja
selbst Amerikaner und Europäer konnten dem säkular orientierten
Araber-Staat als Stabilitätsanker einiges abgewinnen. Proteste der
unterdrückten Opposition? Geschenkt. Dies änderte sich erst durch den
zunehmenden Einfluss der iranischen Mullahs. Plötzlich gab sich der
Westen in Damaskus die Klinke in die Hand, weil die Partnerschaft
zwischen Assad und Ahmadinedschad das Gleichgewicht der Kräfte ins




Wanken brachte. Genutzt hat die jahrelange Diplomatie nur Assad, der
ungeniert weiter morden ließ. So schnell man die Nato-Bomber gen
Libyen schickte, so unfassbar lange sieht man den Massakern in Syrien
tatenlos zu. Erbärmlich.



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von Lothar Leuschen
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Datum: 27.12.2011 - 18:55 Uhr
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