WAZ: Beim Arzt sind nicht alle gleich. Kommentar von Daniel Freudenreich
(ots) - Eigentlich ist es eine Frechheit, dass
Kassenpatienten viel länger auf einen Facharzt-Termin warten müssen
als privat Versicherte. Eigentlich dürften die Ärzte diese Form der
Zwei-Klassenmedizin nicht fördern.
Doch bei aller Empörung sind die unterschiedlichen Wartezeiten
nüchtern betrachtet durchaus nachvollziehbar. Die Behandlung eines
Privatpatienten ist für den Arzt attraktiver, weil er dafür mehr Geld
bekommt. Und eine Arztpraxis ist am Ende auch ein kleines
Unternehmen, das Geld verdienen muss.
Man kann an die Moral der Mediziner appellieren, man kann sich
über die Ärzte bei der Krankenkasse beschweren - all das wird die
Situation für die gesetzlich Versicherten nur unwesentlich
verbessern. Am Ende wird man das Problem nur beseitigen können, wenn
die Honorare angeglichen werden. Dann ist es für eine Praxis auch
nicht mehr attraktiv, bestimmte Patienten zu bevorzugen.
Gleiche Honorare für alle Patienten würden über eine
Bürgerversicherung gehen. Eine solche Lösung wäre freilich das Ende
der privaten Krankenkassen als Vollversicherer. Doch unter dem Aspekt
der Gleichbehandlung der Patienten wäre es das wert.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.12.2011 - 18:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 545833
Anzahl Zeichen: 1458
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Beim Arzt sind nicht alle gleich. Kommentar von Daniel Freudenreich"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...