WAZ: Pleite-Studenten. Kommentar von Christopher Onkelbach
(ots) - Man stelle sich vor, Millionen Rentner müssten auf
die Auszahlung ihres Geldes warten, weil die Rentenkassen die Anträge
nicht bewältigen können - der Aufschrei wäre gewaltig. Studenten
fehlt eine ähnliche Lobby, doch der Vergleich verdeutlicht den Ernst
der Lage. Etwa jeder fünfte Student ist auf das Geld vom Staat
angewiesen, um über die Runden zu kommen, im Durchschnitt erhält er
434 Euro im Monat. Geld, das die jungen Menschen dringend benötigen,
für Miete, Bücher, Lebensmittel. Welcher Supermarkt lässt
anschreiben?
Die Studentenwerke, die für die Bafög-Abwicklung verantwortlich
sind, arbeiten an der Schmerzgrenze. Auch hier wurde seit Jahren
gespart. Das rächt sich nun. Die Studentenwelle kam nicht
überraschend, und alle Bildungspolitiker finden die neue Studienlust
großartig. Doch die Studenten, die als Garanten unseres künftigen
Wohlstands begrüßt werden, müssen vieles in Kauf nehmen. In Kinos,
Autohäusern und Baumärkten finden Vorlesungen statt. Nun stehen sie
auch noch für ihr Geld an. Wenn die Politik nicht rasch handelt,
werden wir bald über rapide steigende Abbrecherquoten klagen.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.12.2011 - 19:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 535830
Anzahl Zeichen: 1415
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Pleite-Studenten. Kommentar von Christopher Onkelbach"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...